Modellbahnanlage Ge(l)dern – Bautagebuch 2018

Der Entschluss nach 25 Jahren wieder eine Modellbahn zu bauen reifte im Frühjahr 2018. Urspünglich sollte dafür eine Ecke von rund 2m² in meinem Büro freigeräumt werden. Im gleichen Zeitraum machten wir uns Gedanken über unser Arbeitspensum und beschlossen, nach vielen Jahren ohne geregelten Feierabend uns feste Arbeitszeiten zu geben. So wurde kurzer Hand das Homeoffice, was bis dato mein Hauptarbeitsplatz war, komplett aufgelöst und in der Firma ein neues Büro gebaut. Dieser Umzug kostete einiges an Ressourcen und Hirnschmalz, da die gesamte IT der Firma neu strukturiert werden musste. So kam der Anlagenbau in den ersten Monaten nur schleppend voran. Nichts desto trotz wurde das Material für den Unterbau beschafft, der nun stolze 6,5m² einfasste.

Auf dem alten Schreibtisch wurde schon mal ein kleiner Kreis zum Ausprobieren der neuen Digitaltechnik aufgebaut. Bevor überhaupt klar war, wie das alles funktioniert, habe ich mich aus dem Bauch für eine Intellibox II von Uhlenbrock als Digitalzentrale entschieden. Sie hat zwei Regler zum Fahren von Loks, Tasten zum Schalten von Weichen und Signalen und sie unterstützt alle gängigen Protokolle und war somit hinreichend zukunftssicher. Das waren zu dem Zeitpunkt genug Arguemente für die Anschaffung. Mit einem Gerödel aus x einzelnen Kistchen konnte ich mich nicht anfreunden. Auch einen Computer wollte ich nicht einsetzen, da ich beruflich schon den ganzen Tag davor sitze.

Um mit der Aufstellung des Rahmens beginnen zu können, musste erst mal Baufreiheit geschaffen werden. Dazu kam der Computer- und Netzwerkkram mit einem recht pfiffigen Regal an die Decke. Der Testkreis stand ebenfalls im Weg. Der Einfachheit halber wurde der Schreibtisch seiner Beine beraubt und mit ein paar Scharnieren an die Wand geschraubt. Zwei Stahlseile halten die Testplatte in Waage. Wenn diese einmal stört, kann man Sie an die Wand klappen.

Nun konnte es endlich los gehn. Der Rahmen besteht aus 20 mm Pappelsperrholz. Das ist zwar nicht so stabil wie andere Holzarten, allerdings kommt es hier in erster Linie auf die Druckbelastbarkeit und das Gewicht an. Die Anlage ist in 3 Segmente mit je bis zu 2,50m Länge geteilt. Diese sind so bemessen, dass sie im Bedarfsfall durch die Türen und das Treppenaus transportiert werden können. Ein wiederholter Auf- und Abbau ist nicht vorgesehen, sondern lediglich ein potentieller Umzug. Die Beine bestehen aus Buche und werden lösbar mit dem Rahmen verschraubt. Zur Höhenverstellung kommen Füße aus dem Küchenbau zu Einsatz. Diese sind preiswert und druckbelastbar.

Zu diesem Zeitpunkt waren – wie auf dem letzten Bild zu erahnen – die Zufahrten zum Schattenbahnhof noch als Gleiswendeln geplant. Dazu kam es aber nicht. Lesen Sie mehr im Bautagebuch von 2019.

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